Perspektive: Ziele und Strategien

Hoffnung schenken - Ungleichheit bekämpfen. In ihrer Vision 2030 hat die Heilsarmee Ziele und Richtlinien aufgestellt, um Menschen in Not beizustehen, Krisen zu bewältigen sowie wirtschaftliche und soziale Nachteile zu überwinden.

Trotz der soliden gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland leben viele Menschen am Existenzminimum. Für das Jahr 2018 ermittelte das Statistische Bundesamt 15.3 Mio. Menschen, die von Armut und Ausgrenzung betroffen waren. 678 Tsd. Menschen waren ohne Wohnung und rund 41 Tsd. Menschen lebten auf der Straße.

Zur Stärkung der Obdachlosenarbeit baut die Heilsarmee ihre Strukturen und Programme stetig aus. Neben den Lebensmittelausgaben, den Tagestreffs, den Beratungs- und Seelsorgeangeboten sollen zukünftig vor allem alte Menschen und Kinder aus einkommensschwachen Familien in den Genuss alternativer Hilfsangebote kommen. Beispielhaft wirkt das Mc Turtle Kinderprogramm der Heilsarmee in Chemnitz und Solingen und soll an weiteren Standorten aufgebaut werden.

Eine weitere Herausforderung sind die zunehmenden Menschenrechtsverletzungen durch kriminelle Organisationen. So weist das Deutsche Institut für Menschenrecht auf die Zunahme von Menschenhandel und Zwangsprostitution hin. Besonders junge Mädchen aus osteuropäischen Ländern und Flüchtlinge gehören zu den Opfern. Hier arbeitet die Heilsarmee länderübergreifend zusammen im Bereich Prävention und Opferschutz. Das Leuchtturmprojekt zur Betreuung von Kindern von Prostituierten in Hannover und das Job-Verification Programm in Polen sind neue, in 2019 erfolgreich gestartete Programme.

In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und Veränderungen suchen mehr Menschen emotionalen Halt und Orientierung im Glauben. Hier können die seelsorgerisch ausgebildeten Offiziere der Heilsarmee in den Korps (Gemeinden) Menschen im Alltag begleiten. Zunehmend ältere Menschen leiden unter Vereinsamung und erhalten christlichen Beistand und Betreuung durch die Korps.

Die Heilsarmee möchte den Menschen in Deutschland noch mehr dienen. Die „Vision 2030“ der Heilsarmee zeigt, wie das möglich ist. Als Evangelische Freikirche und soziale Hilfsorganisation erhält die Heilsarmee keine Kirchensteuer, sondern ist auf freiwillige Mitarbeit und Spenden angewiesen, um die dringend nötigen Hilfsdienstleistungen für Menschen in Not bereit zu stellen.