Verheerende Hurrikan-Saison 2017: Heilsarmee leistet langfristige Hilfe

Hurrikan Irma wütete Ende August, Anfang September 2017 in der Karibik. Foto: NASA
Hurrikan Irma wütete Ende August, Anfang September 2017 in der Karibik. Foto: NASA

Die letzte Hurrikan-Saison mit den Tropenstürmen Harvey, Irma, José, Katia, Maria und Nate war für die Karibik, Mittelamerika und die südlichen Teile der USA besonders verheerend. Einsatzteams der Heilsarmee sowie örtliche Salutisten leisteten an vielen Orten Soforthilfe und unterstützen die betroffenen Menschen auch weiterhin.

Zum Beispiel auf der Insel Barbuda. Dort wurden durch die Stürme 92 Prozent der Gebäude beschädigt oder zerstört. Der Großteil der Bevölkerung musste auf die Nachbarinsel Antigua evakuiert werden, wo die meisten auch Monate später noch ausharrten, ohne auf eine baldige Rückkehr hoffen zu können. In einem Evakuierungszentrum bot die Heilsarmee warme Mahlzeiten an, weitere 150 Familien erhielten wöchentliche Lebensmittelpakete.

Die Heilsarmee verteilt Hilfspakete und Lebensmittel an die von den Hurrikans betroffenen Menschen auf Puerto Rico.
Die Heilsarmee verteilt Hilfspakete und Lebensmittel auf Puerto Rico.

Auf Puerto Rico gab die Heilsarmee in 13 Ausgabezentren durchschnittlich 14 000 Mahlzeiten pro Tag aus. Zudem versorgten weitere Teams Seniorenzentren, Feuerwehrleute und Menschen, die ihre Wohnung nicht verlassen können, mit Lebensmitteln.Allein in den ersten drei Wochen nach Hurrikan Irma verteilte die Heilsarmee dort rund 130 000 Mahlzeiten und Snacks.

Auch im niederländischen Sint Maarten wurden fast alle Gebäude beschädigt. Als Hurrikan Irma die Insel erreichte, beherbergte die Heilsarmee drei Tage lang 35 Personen im Korpsgebäude. Beim nächsten Hurrikan fanden dort 45 Personen Zuflucht. Zudem wurden Lebensmittelpakete an 575 Personen in drei Ortschaften verteilt.

Auf Kuba, wo zwei Millionen Menschen evakuiert wurden, erlitten mehr als 100 000 Häuser schwere Schäden. Dort erhielten etwa 700 Personen Lebensmittelunterstützung durch die Heilsarmee.

Auf Dominica wurden durch den Tropensturm Maria 90 Prozent der Gebäude beschädigt. Viele Kinder wurden nach Antigua und auf die Bahamas gebracht, damit sie dort zur Schule gehen können. Die Heilsarmee gab an 150 Personen täglich eine warme Mahlzeit aus, an 140 Familien wurden Lebensmittelpakete verteilt.

In den ersten Wochen nach Hurrikan Irma gab die Heilsarmee 15 000 Mahlzeiten auf den Turks- und Caicosinseln sowie täglich 200 Mahlzeiten auf den Bahamas aus. Auf St. Kitts und Nevis erhielten 50 Personen Lebensmittelunterstützung.

Kinder des Heilsarmee-Kinderheims in Mexiko City helfen beim Belegen von Broten für Betroffene des Erdbebens.
Kinder des Heilsarmee-Kinderheims in Mexiko City helfen beim Belegen von Broten für Betroffene des Erdbebens.

Auch das Territorium Mexiko unterstützte Hurrikanopfer mit warmen Mahlzeiten und Lebensmittelpaketen. Gleichzeitig liefen Hilfseinsätze nach Erdbeben in Mexiko-Stadt sowie an der Südküste des Landes. In vielen der betroffenen Gebiete wurden zudem Hilfsgüter wie Matratzen, Zeltplanen, Hygienesets, Putzsets, Taschenlampen und Decken verteilt. Dies geschah häufig in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen.

Nachdem die Phase der Soforthilfe abgeschlossen ist, geht es nun vermehrt um den Wiederaufbau. Tausende Häuser und viele Infrastruktureinrichtungen sind zerstört. Trümmer müssen beseitigt werden. Viele Schulen – und damit auch die Bildung der Kinder – sind betroffen. Zahllose Menschen haben ihre Existenzgrundlage verloren.

Die Heilsarmee ist weiter vor Ort und hilft den Betroffenen, ihr Leben wieder aufzunehmen und zu einer gewissen Normalität zurückzukehren.

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