Ökumenische Essenausgabe Hannover

Foto: (c) DWH

Nach Schätzungen des Diakonischen Werks sind in der niedersächsischen Hauptstadt aktuell 4000 Menschen wohnungslos. Rund 400 davon leben und schlafen Tag für Tag im Freien. Drei Innenstadtgemeinden der reformierten, lutherischen und katholischen Kirchen sowie das Diakonische Werk und die Heilsarmee haben sich zusammengeschlossen, um in den Wintermonaten die akute Not zu lindern.

Von Montag bis Samstag wird täglich eine warme Mahlzeit ausgegeben. In den letzten zehn Jahren hat sich die Besucherzahl verdoppelt: In der letzten Saison kamen durchschnittlich 190 Personen täglich; insgesamt wurden 16 000 Mahlzeiten ausgegeben. Die Heilsarmee ist seit 2016 mit dabei und zum zweiten Mal findet die Essenausgabe in unseren Räumen statt. Die ökumenische Zusammenarbeit ist von Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Der katholische Pfarrer Johannes Lim betonte bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der diesjährigen Saison: „Die Heilsarmee ist für uns ein Glücksfall. Eine christliche Freikirche, die ihren Gottesdienstraum für die Essenausgabe zur Verfügung stellt.“ Er betrachte dies nicht als selbstverständlich, sei es doch, als öffne man sein eigenes Wohnzimmer.

Zudem finanziert die katholische Gemeinde beispielsweise die Reinigungskosten und die Diakonie übernimmt die Gesamtorganisation. Hier wurden mehrere Sozialarbeiterinnen eingestellt, die die mehr als zwanzig ehrenamtlichen Helfer koordinieren. Die ökumenische Essenausgabe wird durch Spenden finanziert. Zu den Unterstützern zählt auch der Fußballverein Hannover 96. Dessen Präsident Martin Kind sowie die Bundesligaspieler Sebastian Maier (Foto Mitte) und Pirmin Schwegler (Foto rechts) haben auch persönlich bei der Essenausgabe im Haus der Heilsarmee mit angepackt. Aktionen wie diese sorgen für ein starkes Medieninteresse und tragen dazu bei, das Problem der Wohnungslosigkeit sowie das Engagement der Heilsarmee und ihrer Partner in die Öffentlichkeit zu rücken.

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