Workshop „Betriebliche Suchtprävention“ im EWH

Foto: Geralt/pixabay.com

Suchterkrankungen sind häufig Thema in der Arbeit der Heilsarmee, gerade auch in den Sozialeinrichtungen. Im Juli erhielten wir eine Anfrage der Firma Sell GmbH, die in einem Workshop mit Praxisbezug ihre Führungskräfte zum Thema Sucht am Arbeitsplatz sensibilisieren wollte. Diesen Workshop wünschten sie an einem „Ort des Geschehens“, um eine nachhaltige Betroffenheit zu erzeugen. Und so kamen an zwei Tagen jeweils zehn Mitarbeiter der Firma in das Begegnungscafé des Erik-Wickberg-Hauses (EWH) in Köln.

Im Eröffnungsvortrag erfuhren sie, dass rund 5 % aller Arbeitnehmer ein Suchtproblem haben; 10 % weisen ein problematisches Suchtverhalten auf. Dabei geht es vor allem um Alkohol. Weitere Themen waren riskanter Konsum und das Gesprächsführungskonzept „MOVE – Motivierende Kurzintervention am Arbeitsplatz“. Eine Führung durch das Erik-Wickberg-Haus war integraler Bestandteil des Workshops.

Besonders beeindruckte das Gespräch mit einem Bewohner, der aus seinem Leben und von seiner Suchtproblematik berichtete. Die Rückmeldungen fielen positiv aus: Einige Teilnehmer sagten, sie hätten jetzt eine Vorstellung, wo Suchterkrankungen hinführen könnten, und seien höchst motiviert, im Betrieb frühzeitig das Gespräch zu suchen, wenn entsprechende Anzeichen bestünden. Doch nur ein Tag sei für dieses komplexe Thema etwas kurz. Ja, der Workshop kann nur ein erster Impuls sein.

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