25 Jahre Heilsarmee in Prenzlauer Berg

Im Rahmen der Veranstaltung sprach Oberst Patrick Naud (links) Sergeant Siegfried Fischer (hier mit seiner Ehefrau Angela) seine Anerkennung für 25 Jahre treuen Dienst in der Heilsarmee aus.
Im Rahmen der Veranstaltung sprach Oberst Patrick Naud (links) Sergeant Siegfried Fischer (hier mit seiner Ehefrau Angela) seine Anerkennung für 25 Jahre treuen Dienst in der Heilsarmee aus.

Am 14. Januar 1991 wurde im damals noch stark DDR-geprägten Ostberliner Bezirk Prenzlauer Berg das Café Treffpunkt eröffnet. Am Anfang eine kleine Wärmestube, die bald darauf den Korps-Status erhielt, ist das Café Treffpunkt heute eine im Bezirk nicht mehr wegzudenkende Begegnungsstätte, in der sich ganz unterschiedliche Menschen treffen. Da sind Arbeitslose, Obdachlose und psychisch Kranke, aber auch einsame und ältere Menschen, die die Gemeinschaft miteinander genießen. Seit nunmehr 25 Jahren gibt es das Café Treffpunkt, und seit 1. April 1991 sind auch Siegfried und Angela Fischer dabei.

Dieses Jubiläum wurde vom 22. – 24. April 2016 gebührend gefeiert! Zu einem Empfang mit geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, der Polizei sowie Kirchen und Gemeinden waren etwa 70 Personen anwesend, die alle aktive Unterstützer dieser Arbeit sind. Unter ihnen waren auch die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau, der Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup, Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses und Politiker aus Prenzlauer Berg.

Zu Beginn des Empfangs sangen alle geladenen Gäste voll Inbrunst „Nun danket alle Gott“. Nach einer Rede des Kommandeurs der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen, Oberst Patrick Naud, der sich drei Tage Zeit genommen hat, mitzufeiern, einer Grußbotschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, und einem Grußwort des Sozialsenators Mario Czaja kamen alle fünf Sozial-Stadträte seit 1991 zu einem Interview zusammen. In einer interessanten Zeitreise schilderten sie, wie wichtig die Arbeit der Heilsarmee in einem sich stark verändernden Bezirk war und ist.

Zwei junge Musikerinnen der Internationalen Musikakademie zur Förderung musikalisch Hochbegabter in Deutschland, erst 12 und 13 Jahre alt, bezauberten mit ihrer Geige mit Werken von Bach und Telemann.

Der Gassenhauer „Bolle reiste jüngst zu Pfingsten“, aus dessen Strophen abgeleitet die Inhalte der Arbeit des Café Treffpunkt vorgestellt wurden, und ein anschließendes Gespräch mit langjährigen Gästen  kam sehr gut an. Die danach aus dem Einsatzwagen heraus servierte Erbsensuppe und die Besichtigung der "Kirche auf Rädern", die extra aus Meissen angereist war, rundeten das Programm ab.

Am Samstagabend kamen 50 Personen zusammen, um „Dem die Ehre zu geben, dem sie gebührt“. In einem Lobpreisgottesdienst, musikalisch gestaltet durch die Band des Korps Berlin-Südwest, und der anschließenden Möglichkeit des Gebetes für Kranke wurde wirklich Gott die Ehre gegeben.

Mit dem Festgottesdienst am Sonntag, in dem Oberst Naud die Predigt hielt, endete das Jubiläumswochenende. Für 25 Jahre Heilsarmee in Prenzlauer Berg kann man wirklich nur sagen „Nun danket alle Gott“.

Ein interessanter Artikel in der "Berliner Woche" zum Jubiläum ist veröffentlich unter: Suppe, Seife, Seelenheil: Das Café Treffpunkt kümmert sich seit 25 Jahren um Ausgegrenzte

Die Prenzlberger Stimme titelt "Heilsarmee und Happy End" , ein Artikel mit historischen und aktuellen Hintergrundinformationen.

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